Wir-Gefühl Im Gespräch mit: Maria Magdalena & Anna

Es ist Ende April. Für uns bei Valeriana bedeutet das vorwiegend eines: Zeit für Frühlingsputz! In unserem digitalen Postfach tummeln sich die Anfragen für Fensterreinigungen und alles, was noch dazu gehört. Darunter auch die von Anna aus Wipkingen. Schnell sind die Details besprochen und eine passende Mitarbeiterin gefunden: Maria Magdalena. Und was mit einem Frühlingsputz begann, hat sich schnell zu einer Freundschaft entwickelt.

Wir haben Anna und Maria Magdalena getroffen und mit ihnen bei Saft und Keksen, in einem wilden Mix aus Spanisch, Englisch und Deutsch, darüber gesprochen, wie sie ihren Weg zu Valeriana gefunden haben, was sie an der Schweiz und Wipkingen besonders mögen und was sie beide sich für die Zukunft wünschen.

Ihr habt Valeriana praktisch gleichzeitig gefunden: Maria Magdalena hat Mitte März bei uns gestartet und Anna hat Ende April ihre erste Buchung gemacht. Wie seid ihr beide auf Valeriana gekommen?


Anna: Ich habe von euch über einen Flyer im L’Ultimo Baccio erfahren, einem kleinen Lebensmittelladen direkt gegenüber. Ziemlich genau zu dem Zeitpunkt war ich sowieso auf der Suche nach jemandem, der meine Wohnung reinigen könnte. Ich hatte zuvor schon Erfahrungen mit Reinigungshilfen gemacht - nicht unbedingt schlechte, aber doch mit Unternehmen, deren Arbeitsweise ich nicht so sehr mochte. Als ich euren Flyer sah, hatte ich direkt ein gutes Gefühl!

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Maria Magdalena: Ich habe Valeriana online gefunden. Ich habe bereits vorher  im Bereich der Reinigung gearbeitet und wurde direkt am nächsten Tag schon angerufen und direkt zum Vorstellungsgespräch eingeladen! Ich dachte mir “Ok, ich kann zwar noch nicht so gut Deutsch, aber ich versuche es trotzdem!” Und dann hatte ich das Vorstellungsgespräch auf Englisch, das war super und es hat mir von Anfang an ausgezeichnet gefallen. Ich konnte auch sofort anfangen mit dem ersten Haus, dann mit einem zweiten und so weiter...

Anna: War unsere Wohnung die erste für dich? 

Maria: Nein, meine erste Kundin war eine andere Frau, aber sie hiess auch Anna (alle lachen)! Ihre Wohnung war in Zürich, also im Zentrum von Zürich.

Anna: Hey (lachend)! Hier (Anna verweist auf Wipkingen) ist auch das Zentrum von Zürich (alle lachen).

Anna, wie lange wohnst du denn schon im Kreis 10?

Anna: Gute Frage… Wie lange wohne ich schon hier? Etwa drei Jahre bin ich jetzt in dieser Wohnung. Ich komme ursprünglich aus dem Aargau, habe aber auch schon vorher in Zürich gewohnt. 2014 auch schon mal in Wipkingen, etwa zwei, drei Jahre lang. Das Quartier hier war immer mein Lieblingsquartier. Andere Stationen fand ich zwar auch schön, aber ich bin trotzdem wieder hergekommen.

Was gefällt dir denn so besonders gut an Wipkingen?

Anna: Ich mag, dass es weniger städtisch ist als im Zentrum. Es ist ein bisschen, wie ein eigenes kleines Dorf. Wenn du hier wohnst, lernst du immer wieder Leute kennen, die schon immer hier gewohnt haben. Das find ich ziemlich cool! Ausserdem geniesse ich die Nähe zum Wald, die Nähe zum Fluss. Und ich liebe den Röschibachplatz und das Nordbrüggli - bester Platz und beste Bar in Zürich! Wipkingen hat einfach gute  Vibes.

"Ich habe nie gedacht, dass Putzen so viel Spass macht" Download


Und was hat dich in die Schweiz gebracht, Maria Magdalena?

Maria Magdalena: Ich bin am 25. August 2020 in die Schweiz gekommen. Anfangs hatte ich nicht geplant zu bleiben. Ich habe Familie hier, die ich öfter besucht habe, und es hat mir immer gut gefallen. Ich mag die Atmosphäre und die Leute sind cool und nett. Meine Familie meinte jedes Mal: “Hey, in der Schweiz ist es echt super, du kannst auch bei uns bleiben, Deutsch lernen und so weiter”. Also habe ich mich irgendwann dazu entschlossen, tatsächlich hierher zu ziehen. Zuerst habe ich bei meinem Cousin und seiner Familie in Kloten gewohnt und seit einiger Zeit lebe ich mit meinem Freund in Windisch.

Du bist in der Dominikanischen Republik geboren. Leben deine Eltern immer noch dort?

Maria Magdalena: Nein, nicht mehr. Im Jahr 1996 hat sich meine Mama entschieden nach Italien zu gehen und bis heute lebt sie dort. 2001 sind meine drei älteren Geschwister und ich nachgekommen. Meine Cousins sind dann irgendwann in die Schweiz gegangen und haben ihre Familien gegründet. Ich habe ungefähr 18 Jahre in Italien gelebt. 

Und was gefällt dir besonders gut hier?

Maria Magdalena: Ich würde auf jeden Fall sagen: die Organisation! Die Schweizer*innen sind einfach super organisiert, in allem. Zum Beispiel hat es mich wirklich beeindruckt, dass die Leute warten, bis alle aus dem Bus ausgestiegen sind und dann erst einsteigen! Da dachte ich “Wow, hier wird sich viel Respekt entgegengebracht”. Hier grüssen sich auch alle, das finde ich schön. Alle sagen nett “Grüezi”. :)

Anna: Das ist echt lustig! Als ich aus dem Aargau hier nach Zürich gezogen bin, hab ich das zum Teil ganz anders erlebt. Normalerweise sage ich immer, “Grüezi, Grüezi…” und hier meinten ein paar Personen zu mir: “Du musst nicht jedes Mal Grüezi sagen, wenn du jemanden an der Bushaltestelle siehst. Das läuft in der Stadt nicht so” (lacht)! 

Maria Magdalena: (lacht) Okay, dann hatte ich bisher Glück! Hier respektieren sich alle und grüssen sich und dort, wo du respektvoll behandelt wirst, fühlst du dich auch automatisch gut. In der Schweiz fühle ich mich aufgenommen, entspannt und sicher.

Freunde bei der Arbeit sind wichtig Download


Ihr nutzt eure zweiwöchigen Reinigungstermine auch, um Spanisch miteinander zu üben. Wo hast du Spanisch gelernt, Anna?

Anna: Ich habe Spanisch “en las calles”, also gewissermassen “auf der Strasse” in Barcelona gelernt. Meine Schwester hat eine lange Zeit dort gelebt und ich habe sie oft besucht. Ausserdem war ich mal für einen Monat in Kolumbien. In der Schule hatte ich auch ungefähr ein Jahr Spanisch, doch das ist schon ganz, ganz lange her. Ich glaube, da habe ich am wenigsten gelernt. 

Und welche Sprachen sprichst du noch ausser Spanisch, Maria Magdalena?

Maria Magdalena: Neben Spanisch, spreche ich auch Italienisch. Und ich habe recht viel Englisch in der Schule gelernt. Portugiesisch lerne ich von meinem Freund, weil er aus Brasilien kommt. Und jetzt gerade lerne ich hauptsächlich Deutsch, auch durch Valeriana!

Anna, was schätzt du besonders an Maria Magdalena?

Anna: Dass sie so eine fröhliche, sympathische Person ist! Ich freue mich jedes Mal, wenn wir uns sehen, und ich bin dankbar haben wir uns kennengelernt. Was sie von sich erzählt ist so spannend. Wir haben ein freundschaftliches Verhältnis zueinander. Und was ich natürlich auch sehr schätze ist, dass alles so schön sauber und ordentlich aussieht, wenn ich nach Hause komme. Maria Magdalena macht wirklich einen mega, mega, super, super Job! Meine Mitbewohnerin Steffi sagt so ziemlich jeden Dienstag: “Juhu, morgen ist wieder Mittwoch, Maria Magdalena kommt”!

Maria Magdalena: Danke vielmals, Anna! Anna ist einfach super cool, hat eine tolle Ausstrahlung, ist sehr intelligent. Ich fühle mich sehr wohl hier und freue mich mit ihr zu arbeiten. Sie ist auch sehr aufmerksam und legt manchmal ein Stückchen Schoggi oder eine andere Kleinigkeit für mich bereit!

Anna: Für mehr Energie und Kraft bei der Arbeit (beide lachen)!

Warum hast du dich damals für Valeriana entschieden?

Anna: Ich finde das ganze Konzept einfach super toll. Arbeit im Haushalt ist so wichtig und sollte unbedingt fair bezahlt werden. Häufig ist das leider nicht der Fall. Wie erwähnt hatte ich schon andere Haushaltshilfen. Doch diese haben für Unternehmen gearbeitet, wo die Bedingungen für die Mitarbeitenden nicht gut waren. Bei euch weiss ich, dass ihr es nie ausnutzt, auch wenn jemand dringend einen Job braucht. Ganz im Gegenteil, ihr helft Menschen wirklich, sich gut zu integrieren, ihr gebt ihnen eine Chance! Und das ist doch das, was für uns alle, für die Gesellschaft, am Ende das Beste ist! Die Arbeit mit euch ist super unkompliziert und ihr seid alle so nett! Es macht einfach wirklich Freude!

Maria Magdalena: Valeriana ist wie eine zweite Familie für mich, ihr seid immer für mich da. Ich schätze eure Aufmerksamkeit und die Arbeit, die ihr macht. Ich kann mir vorstellen, dass es für euch auch nicht immer einfach ist, mit Menschen zu sprechen, die nicht so gut Deutsch können. Doch ihr helft uns, wo ihr nur könnt, ihr schult uns und gebt uns die Möglichkeit, zum Sprachunterricht zu gehen. Das Thema Arbeit war für mich sehr wichtig. Besonders, wenn man neu in einem Land ist, ist es nicht immer einfach einen guten Job zu finden. Danke für alles!

Was hat sich für dich geändert, seitdem du bei Valeriana bist?

Maria Magdalena: Durch Valeriana habe ich super viel Deutsch gelernt (ein freudiges “Whoop Whoop” von allen im Raum). Und auch meine Lebensqualität hat sich verbessert, weil ich durch die Arbeit viele neue Möglichkeiten bekommen habe!

Und für dich, Anna?

Anna: Ich habe jeden zweiten Mittwoch Freude, wenn ich nach Hause komme - und noch mehr, wenn Maria Magdalena und ich uns sehen. Es ist toll, jemand Neues kennengelernt und euch als Unternehmen entdeckt zu haben! Ich mach auch ganz viel Werbung. Wenn jemand sagt “Ah, ich hätte gerne jemand, der mir im Haushalt hilft, jemand, der nett ist”, dann sage ich immer gleich: “Geh zu VALERIANA.” Ich empfehle euch weiter, wann immer ich kann!

Was wünschst du dir für die Zukunft?

Anna: Dass ganz Zürich mit euch zusammenarbeitet (lacht)! Einfach, dass diese Art von Arbeit viel mehr wertgeschätzt wird, für das, was es wirklich ist. Und dass es ganz normal wird, dass man dafür den notwendigen Preis bezahlt. Ich wünsche mir, dass wir noch lange zusammenarbeiten und du, liebe Maria Magdalena, uns ganz lange erhalten bleibst!

Und du, Maria Magdalena?

Maria Magdalena: Ich wünsche mir, weiterhin mit euch zu arbeiten, damit ich mich weiterentwickeln kann. Ausserdem will ich ganz viel Deutsch lernen, damit ich eines Tages so schnell sprechen kann wie ihr zwei (alle lachen)!

Gibt es sonst noch etwas, das ihr euch gegenseitig fragen möchtet?

Anna: Maria, möchtest du noch einen Keks?

Wir bedanken uns für eure Zeit und das inspirierende Gespräch, liebe Maria Magdalena und liebe Anna!

To be continued:
  • Wenn wir schon mal dabei sind, dürfen wir dir auch noch Nardos vorstellen?
  • Und hier erfährst du, wie wir unsere Mitarbeitenden mit Deutschkursen und Schulungen unterstützen!

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