Social Impact Im Gespräch mit Simona Scarpaleggia am internationalen Weltfrauentag

Anlässlich des heutigen internationalen Weltfrauentags lernen wir eine starke Frau kennen. Sie ist eine bekannte Stimme im Gender Equality und Diversity Universum. Ihr Name? Simona Scarpaleggia. Simona setzt sich primär für die Gleichstellung der Geschlechter und Diversity im Businesskontext ein. Sie war knapp 10 Jahre CEO von IKEA Schweiz, gründete «Advance – Women in Swiss Business», einen Wirtschaftsverband mit 120 Schweizer Unternehmen, die sich für die Erhöhung des Frauenanteils im Management einsetzen. Ausserdem ist sie Co-Chair vom «United Nations High Level Panel on Women’s Economic Empowerment».


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Am Internationalen Weltfrauentag ehren wir starke Frauen und feiern die bisherigen Errungenschaften. Dieser Tag erinnert uns auch daran, dass die Gleichstellung der Geschlechter noch längst nicht in allen Bereichen erreicht ist. Das heisst, wir müssen und dürfen uns weiterhin tagtäglich für eine gleichberechtigte, vielfältige und inklusive Gesellschaft einsetzen. Jeder Schritt in diese Richtung bringt uns unserem Ziel näher.

Simona und die Geschlechtergleichstellung
Simona hatte schon immer einen sehr ausgeprägten Sinn für Menschenrechte, erzählt sie uns. Sie glaubt fest daran, dass jeder Mensch auf dieser Welt das Recht hat, fair behandelt und respektiert zu werden. Im Laufe ihres Lebens und in ihrer Karriere hat sie jedoch öfter die Erfahrung gemacht, dass nicht jeder gleich und fair behandelt wird. «Obwohl Frauen die Hälfte der Weltbevölkerung ausmachen, werden sie benachteiligt, diskriminiert, leiden unter Armut und Gewalt, und zwar mehr als Männer. Es ist klar, dass diese Situation sowohl für Frauen als auch für Männer problematisch ist.» Im weiteren Verlauf ihrer beruflichen Karriere setzte sie ihr persönliches Engagement für die Gleichstellung der Geschlechter auch in der Geschäftswelt um.

Simona fing mit kleinen, aber feinen und dazu äusserst effektiven Massnahmen an. Zum Beispiel: wichtige Meetings zu bestimmten Tageszeiten anzusetzen. Nicht vor 10 Uhr und auch nicht später als 16 Uhr. Diese kleine zeitliche Anpassung ermöglicht es Frauen, die Familie haben, den Job und die Familie besser zu vereinbaren. Sie können so ihre Kinder in die Kindertagesstätte bringen und auch wieder abholen. Simona sagt: «Ich glaube an die Menschen. Ich glaube wirklich, dass Menschen in einem Unternehmen etwas bewirken können. Und warum sollten wir nicht das Leben für Männer und für Frauen erleichtern, damit sie die gleichen Chancen haben?» 

United Nations High-Level-Panel on Women’s Economic Empowerment
Bei ihrer Arbeit als Co-Chair beim «UN Secretary-General’s High-Level Panel on Women’s Economic Empowerment» erarbeitete das Panel 7 Prinzipien und handlungsorientierte Empfehlungen für den privaten und öffentlichen Sektor. Das Ziel: Die Gleichstellung der Geschlechter auf globaler Ebene aktiv vorantreiben und somit die Situation von Frauen in der Wirtschaft und Politik zu verbessern!

Bei der Stärkung der wirtschaftlichen Teilhabe von Frauen sind für Simona zwei Ansätze von besonders grosser Bedeutung. Zum einen «Leave no women behind», das bedeutet, dass bei der Erarbeitung der Empfehlungen Frauen aus allen wirtschaftlichen Bereichen berücksichtigt werden müssen. Frauen aus der Landwirtschaft, dem informellen Sektor, aus dem Anstellungsverhältnis und auch Gründerinnen und Unternehmerinnen. Nur so kann ein ganzheitliches System entwickelt werden, von dem alle Frauen profitieren.

Der zweite Ansatz «Nothing done for women, without women». Für Simona ist glasklar, dass Frauen bei Entscheidungen, die sie und ihr Leben betreffen, miteinbezogen werden müssen. Es ist wichtig, mit Frauen in den Austausch zu gehen und herauszufinden, welche Bedürfnisse sie haben, wo Schwierigkeiten liegen, um genau diese berücksichtigen zu können. Macht absolut Sinn, oder? Finden wir auch!

Für eine diverse und  inklusive Gesellschaft
Im Gespräch mit Simona haben wir auch über generelle Hürden für Frauen mit Migrationshintergrund gesprochen. Sie ist der Ansicht, dass die kulturellen und politischen Hürden die grösste Herausforderung für Migrant*innen darstellen. «Um diese kulturellen und politischen Hürden zu überwinden, muss ein grosses Stück Integrationsarbeit geleistet werden», meint Simona. «Valeriana leistet meiner Meinung nach etwas sehr Wertvolles im Hinblick auf die Inklusion und Integration. Sie stellen nicht nur einen Arbeitsplatz zur Verfügung, sondern bieten auch Schulungen an, um weitere Qualifikationen zu erwerben. Hinzu kommt der Deutschkurs, um mit der Sprache zu helfen. Mit der Community-Arbeit schaffen sie den Raum, um eine echte Gemeinschaft aufzubauen.»

Simona ist der Ansicht, dass der Mechanismus der Inklusion sehr hilfreich ist, damit sich Menschen mit Migrationsgeschichte willkommen fühlen und hier ein Zuhause finden. Und das ist genau das, was wir erreichen wollen! In diesem Sinne wünschen wir uns allen einen happy Internationalen Frauentag!

Glückwunsch zum Frauentag Download


Willst du mehr über die Arbeit des «UN High Level Panel on Women’s Economic Empowerment» erfahren und ein paar unserer Valeriana Power-Frauen kennenlernen? Dann geht’s jetzt hier lang:  

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