Gemeinsam für ein gelebtes Wir-Gefühl

Published on 18.03.2021


Über Rassismus zu sprechen ist nie einfach, aber (leider noch) immer nötig. Seit 1966 ist der 21. März offiziell und weltweit der „Überwindung von Rassendiskriminierung“ gewidmet. Warum wir uns auch an allen anderen 364 Tagen im Jahr für ein Gemeinschaftsgefühl ohne Grenzen einsetzen sollten und wie wir das tun können, darum soll es hier gehen.

Die Entstehungsgeschichte des „Internationalen Tages gegen Rassismus“ ist (wie könnte es auch anders sein) keine schöne: Am 21. März 1960 wurden in Sharpeville, Südafrika bei einer Demonstration 69 Menschen durch die Polizei getötet und bis zu 300 weitere Menschen verletzt. Die Demonstrierenden wollten sich friedlich einsetzen gegen das damals verabschiedete, sogenannte „Passgesetz“ des Apartheitregimes. Dieses Gesetz sollte „sicherstellen“, dass Weisse in „ihren“ Gebieten möglichst „ungestört“ leben konnten: BIPoCs (Black, Indigenous and People of Colour: ein Begriff aus dem anglo-amerikanischen Raum, der Individuen und Gruppen beschreibt, die nicht als „weiss“ gelesen werden) sollte es lediglich erlaubt sein zu bestimmten Zeiten und nur zum Arbeiten in die weissen Wohn- und Geschäftsbezirke zu kommen. Die übrige Zeit sollten sie abgeschoben in weit entfernten „Townships“ leben.

Zum Gedenken an die Proteste von damals riefen die Vereinten Nationen den 21. März im Jahr 1966 zum „Internationalen Tag zur Überwindung von Rassendiskriminierung“ aus. 26 Jahre später verkündete Nelson Mandela in Sharpeville die neue demokratische Verfassung Südafrikas und taufte den Tag zum „Südafrikanischen Tag der Menschenrechte“ um.

Die Ursachen für Rassismus sind vielfältig (und gleichsam einfältig): Rassismus entsteht aus Vorurteilen gegenüber Menschen, die als fremd betrachtet werden, aus der gefühlten Angst heraus, dass die eigene Kultur oder der eigene soziale Wohlstand bedroht sein könnten. Interessanterweise treten Formen von Rassismus vor allem dort auf, wo „Fremden“ im Alltagsleben kaum begegnet wird.

Hände reichen - Hände greifen


Im Umkehrschluss können Begegnungen dafür sorgen, dass „fremd“ nicht mehr mit „angsteinflössend“ gleichgesetzt werden muss. Als Menschen sind wir alle verschieden - und doch irgendwie gleich. Das zu erkennen, wertzuschätzen und zu leben ist unser Ziel.

Mit Valeriana wollen wir Begegnungen möglich machen. Wir wollen Hände reichen und nach Händen greifen, denn Integration war noch nie eine Einbahnstrasse. Wir helfen Menschen mit Migrationshintergrund dabei, aus der trennenden, sozialen Isolation herauszukommen und eine Chance auf wirkliche Integration zu erleben. Wir fördern persönliche Beziehungen, weil wir an die bereichernde Erfahrung glauben, die jede Form von interkulturellem Austausch mit sich bringt, und ermöglichen damit genau das, was unsere Gesellschaft braucht: ein proaktives Wir-Gefühl an 365 Tagen im Jahr.




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